Intraoral- und Facescan
Das Tutorial zeigt den digitalen Shining-3D-Workflow zur Herstellung einer funktionell optimierten Aufbissschiene. Intraoralscans, Facescan und individuelle Kieferbewegungen werden zusammengeführt.
- Veröffentlicht
- 1. September 2026
- Dauer
- 4:04
- Level
- Anwendung
- Zielgruppe
- Zahnärzte
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Diese Anleitung gibt die im Video gezeigten Inhalte in sachlicher Form wieder. Inhalt und Reihenfolge entsprechen dem Video.
Ziel des digitalen Workflows
Durch die Erfassung der individuellen Kieferposition und der realen Bewegungsbahnen muss die Schiene nicht ausschließlich auf Grundlage von Mittelwerten im Artikulator geplant werden. Die genaue Kieferbeziehung kann direkt in die Konstruktion einfließen. Dadurch lässt sich der Tragekomfort verbessern und die Nacharbeit reduzieren.
Intraoralscan und Vorbereitung der Spangen
Zu Beginn werden Ober- und Unterkiefer intraoral gescannt. Anschließend werden Metallspangen an den Zahnbogen angepasst und mit dualhärtendem Komposit befestigt.
Die Spangen dürfen sich beim Zusammenbeißen nicht berühren und den Biss nicht beeinträchtigen. Silikonpads und Marker können bereits vorab an den Spangen angebracht werden.
Erfassung von Okklusion und Gesicht
Nach der Vorbereitung wird die Okklusion einschließlich der angebrachten Marker erfasst. Danach erfolgt der Gesichtsscan mit den Markern. Die Aufnahmen stellen die Verbindung zwischen den intraoralen Scandaten, dem Gesicht und der tatsächlichen Kieferposition her.
Bestimmung der optimalen Kieferrelation
Im Modul „Optimal Jaw Relation Determination“ führt der Patient die vorgegebenen Kieferbewegungen aus. Diese werden mit dem Facescanner erfasst. Anschließend werden die Gesichtsreferenzen bestimmt.
Innerhalb einer realistischen Kieferöffnung kann die Bissanhebung angepasst werden. Der für die spätere Schiene benötigte Abstand lässt sich dabei kontrollieren und entsprechend einstellen.
Übernahme in die Schienenkonstruktion
Die ermittelte Kieferrelation kann anschließend in der integrierten CreSplint-Software oder in einer anderen CAD-Software verwendet werden. Die zuvor bestimmte reale Kieferöffnung fließt dadurch direkt in die digitale Konstruktion der Aufbissschiene ein.
Alternative Erfassung mit Referenzpunkten
Alternativ können die Referenzpunkte direkt auf den Zähnen befestigt werden. Dafür müssen die Zahnoberflächen trocken sein. Wangenspreizer sorgen während der Vorbereitung und Aufnahme für eine gute Zugänglichkeit.
Beim anschließenden Facescan führt der Patient die vorgegebenen Kopf- und Kieferbewegungen aus. Im Modul „Mandibular Movement Trajectory Tracking“ werden die Bewegungsbahnen des Unterkiefers aufgezeichnet.
Matching und Ausrichtung der Daten
Die Scan- und Bewegungsdaten werden anschließend zusammengeführt. Referenzpunkte und -ebenen werden markiert und ausgerichtet. Falls vorhanden, kann der Datensatz durch DICOM- beziehungsweise CBCT-Daten ergänzt werden. Die Kondylen werden entweder in diesen Daten oder direkt im Facescan markiert.
Analyse und Ergebnis
Die aufgezeichneten Kieferbewegungen lassen sich als Bewegungsdateien exportieren und in die CAD-Software übertragen. Im Modul „Mandibular Movement Trajectory Analysis“ können die Bewegungen des Unterkiefers weiter analysiert werden.
Das Ergebnis ist eine funktionell optimierte Schienenkonstruktion auf Grundlage der individuell bestimmten Kieferrelation und der realen Kieferöffnung. Die fertige Schiene kann anschließend 3D-gedruckt oder gefräst werden.
