Zum Inhalt springen
dentona Campus
CAD/CAM

Monolithisch. Aber bitte nicht monoton.

Sechs Tipps für natürlich wirkende Zirkonoxidrestaurationen

dentona Redaktion

Sechs Tipps für natürlich wirkende Zirkonoxidrestaurationen

Die Basis einer gelungenen monolithischen Restauration ist ein hochwertiges Zirkonoxid. Es muss Festigkeit, Grundfarbe und Transluzenz miteinander verbinden. Je mehr das Material bereits mitbringt, desto gezielter kann sich der Zahntechniker auf die individuelle Gestaltung konzentrieren.

Ein gutes Material allein macht noch keinen natürlichen Zahn. Erst das Zusammenspiel von Helligkeit, Kontrast, Transluzenz und Struktur erzeugt räumliche Tiefe und Lebendigkeit.
Vanik Kaufmann-Jinoian, Cera-Tech AG

Wie Farbe, Licht und Struktur zusammenspielen, hat ZTLM Vanik Kaufmann-Jinoian schon 2020 anschaulich beschrieben. Sein Erfahrungsbericht zeigt anhand zahlreicher Arbeitsbeispiele die Grundlagen dessen, was heute häufig als Micro-Layering bezeichnet wird.

1. Dunkel schafft Tiefe

Dunklere Farben lassen Fissuren, Vertiefungen und Übergänge optisch zurücktreten. Sparsam aufgetragen erzeugen sie Tiefe, ohne wie aufgemalte Linien zu wirken.

2. Hell hebt Konturen hervor

Helle Akzente lassen Formen hervortreten. Besonders plastisch wirkt die Kombination aus einer dunkleren Vertiefung und einer angrenzenden helleren Fläche.

3. Schmelzrisse brauchen einen Gegenpol

Eine feine dunkle Linie allein wirkt schnell aufgemalt. Ein dezenter heller Akzent daneben lässt den Schmelzriss innerhalb der Zahnstruktur erscheinen.

4. Auch palatinal gestalten

Dunklere palatinale Akzente können die wahrgenommene Tiefe und die inzisale Lichtwirkung unterstützen. Deshalb die Restauration während der Gestaltung immer aus mehreren Richtungen kontrollieren.

5. 3D-Massen sparsam einsetzen

Standfeste 3D-Massen schaffen feine Oberflächenstrukturen, betonen einzelne Effekte und ermöglichen kleine Konturkorrekturen. Häufig genügt eine minimale Materialmenge.

6. Farbe auf dem richtigen Untergrund beurteilen

Auf einer weißen Anmischplatte wirken Malfarben intensiver als auf Zirkonoxid. Ein zahnfarbener Untergrund zeigt realistischer, wie Farbton, Helligkeit und Intensität später auf der Restauration erscheinen.

Merksatz: Dunkel erzeugt Tiefe. Hell hebt Konturen hervor. 3D-Massen schaffen Struktur. Der Untergrund (Zirkonoxid) bestimmt, wie Farbe wahrgenommen wird.

Die passende Materialbasis

Aidite 3D Pro zir Ultra bringt wichtige Voraussetzungen für die monolithische Gestaltung bereits aus dem Blank mit:

  • 4Y-Dentinzone für hohe mechanische Stabilität
  • 5Y-Inzisalzone für erhöhte Transluzenz
  • harmonischer Farb- und Transluzenzverlauf
  • bis zu 1.250 MPa Biegefestigkeit
  • geeignet für Normal- und Schnellsinterprozesse

Mit Biomic Stain / Glaze lassen sich anschließend gezielt Farb-, Tiefen- und Oberflächeneffekte ergänzen.

Der ausführliche Praxisbericht

ZTLM Vanik Kaufmann-Jinoian zeigt im Originalbeitrag zahlreiche Beispiele zur Gestaltung von Transluzenzeffekten, Schmelzrissen, Verfärbungen und plastischen Oberflächen.

Der Erfahrungsbericht erschien 2020 in der Quintessenz Zahntechnik. Die genannten Produktbezeichnungen, Materialkennwerte und Verarbeitungshinweise entsprechen dem damaligen Stand. Heute bildet 3D Pro zir Ultra die aktuelle Materialgeneration im dentona Portfolio.

Downloads

CAD/CAMZahntechniker

Nach dem Praxisbericht von ZTLM Vanik Kaufmann-Jinoian: „Disruption durch digitale Prozesse – monolithische Fertigung setzt sich durch“. Quintessenz Zahntechnik 2020;46(11):1226–1238.

Cookies & Datenschutz

Wir verwenden notwendige Speicherung für den Betrieb der Website und Ihre Einstellungen. Analyse wird erst nach Ihrer Zustimmung geladen. Sie können die Auswahl später im Footer ändern.