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Materialkunde 3D-Druck

Digitale Modellherstellung im 3D-Druck: Präzision braucht Prozesswissen

Von Scan-Vorbereitung über Modellharz bis Artikulation: worauf es bei gedruckten Dentalmodellen ankommt.

Matthias Mohr

Digitale Modellherstellung beginnt nicht erst am 3D-Drucker. Präzise Modelle entstehen aus einer stabilen Prozesskette: Scan, Datenaufbereitung, Materialauswahl, Konstruktion, Druck und Nachbearbeitung.

Vom Scan zum Modell

Moderne Intraoralscanner liefern sehr genaue Daten. Entscheidend bleibt aber die Vorbereitung: Blutungen müssen kontrolliert, Präparationsgrenzen sichtbar und Scanprotokolle reproduzierbar sein.

Materialwahl ist mehr als Farbe

Bei Modellharzen zählen Dimensionsstabilität, Detailerkennbarkeit, Haptik und Laborhandling. Opake Braun- oder Grautöne können feine Oberflächenstrukturen besser sichtbar machen als rein helle Materialien.

Gedrucktes Dentalmodell aus optiprint mattec caramel
Modellharze mit geeigneter Farbe und Opazität unterstützen die visuelle Kontrolle feiner Details.
Gedrucktes Dentalmodell aus optiprint mattec delphin
Farbvarianten können je nach Indikation und Laborpräferenz unterschiedliche Vorteile bieten.

Modelltyp und Artikulation planen

Vollmodelle bieten Stabilität, hohle Modelle sparen Material. Wichtig sind ausreichend Wandstärke, stabile interne Strukturen und eine durchdachte Verbindung von Ober- und Unterkiefer.

Beim Umgang mit flüssigem Resin immer Nitrilhandschuhe tragen. Für präzise Modelle sollte die Prozesskette an mehreren Punkten abgesichert werden.

  1. Scanqualität absichern

    Sorgen Sie für sichtbare Präparationsgrenzen, saubere Oberflächen und ein reproduzierbares Scanprotokoll.

  2. Material passend wählen

    Berücksichtigen Sie Dimensionsstabilität, Detailerkennbarkeit und Laborhandling.

  3. Modellkonstruktion stabil auslegen

    Achten Sie bei hohlen Modellen auf ausreichende Wandstärke und tragfähige Strukturen.

  4. Artikulation früh mitdenken

    Digitale Verbindungsgeometrien können wiederholgenaue, klebefreie Abläufe unterstützen.

Fazit: Exzellenz entsteht in der Prozesskette

Digitale Modellherstellung ist heute Standard. Die Qualität entscheidet sich aber im Zusammenspiel aus Scan-Vorbereitung, Material, Konstruktion und sauberem Druckprozess.

Materialkunde 3D-DruckZahntechniker

Adaptiert aus einem dentona Blogbeitrag vom 8. Dezember 2025. Inhalt redaktionell für dentona Campus überarbeitet.

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